Thai Massage

Entspannung und Wohlbefinden – das erhofft man sich von einer Massage. Die traditionelle Thai-Massage kann mehr und ergänzt den Wellness-Aspekt um Gesundheit für Körper und Geist.

Die Thai-Massage nutzt Massage-Techniken nach uralten Traditionen. Auf Thailändisch nennt man sie auch ‚Nuat Phaen Boran‘, was übersetzt so viel bedeutet wie ‚Massieren nach uraltem Muster‘. Die ayurvedische Lehre beschreibt zehn Energielinien, die den menschlichen Körper wie ein energetisches Netz durchziehen. Eben diese Linien werden bei der Thai-Massage mit einem Wechselspiel aus Dehnung und Druck bearbeitet. Die Masseure nutzen hier ihren vollen Körpereinsatz unter Zuhilfenahme von Daumen, Handballen, Ellenbogen und sogar Knien und Füßen. Eine professionelle Thai-Massage richtet sich sehr individuell nach den Bedürfnissen des Patienten und kann bis zu drei Stunden dauern.

Thai Massage
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Oft hört man von ihr auch im Zusammenhang mit Yoga, denn einige Techniken nutzen dem Yoga entnommene Streckpositionen und Dehnbewegungen, sowie Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen. Diese Elemente verweisen auch auf eine ursprüngliche Herkunft der Thai-Massage aus Indien, wo sie heute allerdings nicht mehr genutzt wird. Man vermutet, dass die Grundlagen der heutigen Thai-Massage durch Mönche aus Indien nach Südostasien gelangte und dort über mehrere Jahrhunderte, zunächst nur in buddhistischen Tempeln, später auch in der allgemeinen Bevölkerung, verbietet wurde. Die Mönche nutzten die Praktiken der Thai-Massage, um ihren Körper nach stundenlangen Meditationseinheiten zu remobilisieren. Für traditionell Praktizierende hat die Thai-Massage auch nach wie vor einen starken Bezug zum Buddhismus und nicht nur den alleinigen medizinischen Nutzen. Das Ausführen den Massage findet bei ihnen in einem Zustand der Achtsamkeit und des Mitgefühls statt.

Was passiert aber nun während der Massage im Körper?

Durch das intensive Ausführen verschiedener Dehnpositionen und Druckmassagen verbrauchen die Muskeln durch passiv ausgelöste Anstrengung vermehrt Sauerstoff. Der Sauerstoffbedarf im Körper steigt und somit werden die Patienten unterbewusst zum vertieften Atmen angeregt. Der tiefe Atem, welchen man auch aus einigen Entspannungsübungen kennt, fördert die Regeneration des Körpers, aber auch des Geistes. Nach der traditionellen Lehre der Thai-Massage lindert der Druck auf bestimmte, fest definierte, Punkte am Körper auch Beschwerden, wie Kopf-, Rücken- und Knieschmerzen, Tinnitus, Schlafstörungen, Schwindel, sowie Probleme im Magendarmtragt und Schock.

Weniger Tradition-Verbundene Menschen sind gegenüber der Wirksamkeit der Thai-Massage skeptisch, doch auch wissenschaftlich betrachtet, haben Druck und Dehnung einen bekannten Effekt. Die Entspannung der Muskulatur durch Dehneinheiten sind bestätigt und Druckpunktmassagen regen bekanntermaßen die Blutzirkulation an. Hinzu kommt die Mobilisation der Wirbelsäule durch Drehungen, Beugungen und Streckungen während der Massage-Sitzung. Vor allem für Patienten, mit langen und häufigen Sitz-Zeiten, zum Beispiel im Büro, kann das einen wichtigen Beitrag zur Rückengesundheit beitragen. Das selbe gilt für Gelenke, wie Schultern, Hüfte und Knie. Erreicht man die gewünschte Tiefenentspannung während der Massage, wird der Parasympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) aktiviert, wodurch die inneren Organe verstärkt durchblutet werden und der Stoffwechsel im gesamten Körper angeregt wird.

Möchte man eine Thai-Massage in Anspruch nehmen und von den oben genannten Aspekten profitieren, sollte man allerdings bei der Wahl des richten Masseurs gut informieren. Die Behandlung sollte professionell erfolgen, da sie sonst mehr Schaden als Nutzen, vor allem für die Wirbelsäule, bringen kann. Zudem will man sein Geld ja auch sinnvoll investieren. Es gibt zwar auch in Deutschland viele ausgebildete Thai-Masseure, allerdings auch einige schwarze Schafe, die sich ohne eine professionelle Ausbildung ihr Geld verdienen wollen. Das ist möglich, da ein Zertifikat für das Ausführen von Massagen in Deutschland nicht verpflichtend ist.

Worauf gilt es also zu achten?

Fragen Sie in Ihrem ausgewählten Massage-Studio nach der Art der Ausbildung. Idealerweise hat diese am „Institut für Traditionelle Thai-Yoga-Massage“ stattgefunden. Die dort unterrichtenden Dozenten haben selbst eine Ausbildung an der renommierten ‚WatPo Thai Traditional Medical and Massage School‘ in Bangkok absolviert. Weitere Aspekte, die ein professionelles Studio auszeichnen, sind ein großes Angebot an Massage-Techniken, sowie optimale Hygiene.